Kooperation der Salzburger Holzbaumeister
Die kurze Vorbereitungszeit war für den Bauherrn, den Tourismusverband Bischofshofen, und den Nutzer, das Österreichische Olympische Comité (ÖOC), das entscheidende Argument für die Bauweise in Holz. In nur drei Monaten ab Auftragsvergabe Mitte Oktober wurden die Vorfertigung und der Aufbau des Hauses bis Mitte Jänner in Sestriere, dem Austragungsort der alpinen und nordischen Bewerbe, abgewickelt.
Eine Kooperation von vier klein- und mittelbetrieblich strukturierten Holzbaumeisterbetrieben im Salzburger Pongau führten die Arbeiten durch.
Das eingesetzte Holz stammt aus Wäldern, deren nachhaltige Bewirtschaftung nach dem PEFC- (Pan European Forest Certification) Modell zertifiziert wurde. Auch für Salzburg ist das Österreich-Haus in Holzbauweise, vor allem in Hinblick auf die Bewerbung Salzburgs um die Olympischen Winterspiele 2014, von großer Bedeutung.
Leistungsfähigkeit der heimischen Holzbaubetriebe und Potential von Holz ganz allgemein stehen somit indirekt im Rampenlicht weltweiter Berichterstattung.
Initiator dieses Projektes war der ehemalige Obmann von proHolz Salzburg und jetzige Vizepräsident der Wirtschaftskammer Salzburg, Landtagsabgeordneter Hans Scharfetter. Die Planung besorgte Architekt Tom Lechner, Radstatt.
proHolz, die Marketingorganisation der österreichischen Forst- und Holzwirtschaft ist einer der Sponsoren des Österreich-Hauses. | |
Imageträger für Tradition und Moderne"Der Holzbau soll österreichische Tradition und Gemütlichkeit mit moderner Form verbinden. Mit einer Nutzfläche von ca. 300 m² wird das Österreich-Haus ein Info-Center, die Gastronomie, das ORF-Studio und einen VIP-Bereich beherbergen. Gemütlichkeit und Atmosphäre werden in Form von speziell ausgewählten Materialien wie Holz, Stein und Loden spürbar. Das Holzhaus lebt durch seinen Raumfluss und die unverwechselbare Architektur sorgt als Imageträger nach Außen", so Architekt Tom Lechner.
Das Haus steht für die Dauer der Winterspiele und der Para-Olympics bis Ende März 2006 in Sestriere. Der Tourismusverband Bischofshofen wird danach das Haus für werbliche Zwecke in der Gemeinde nachnutzen.

Österreich - Italien: Grenzenlose Erfolgsgeschichte in Holz
Österreich hat durch seinen Waldreichtum - rund 47% der Landesfläche sind mit Wald bedeckt – und mit einer hoch entwickelten Holzindustrie eine einzigartige Stellung als Holzlieferant für Italien erreicht.
Rund 65 % oder 4,5 Mio. Kubikmeter der gesamten italienischen Holzeinfuhren (Nadelschnittholz) von 7 Mio. Kubikmetern kommen aus Österreich. Bei manchen Halbfabrikaten aus Holz für den tragenden Einsatz am Bau, wie z.B. Brettschichtholz, beträgt der Anteil sogar bis zu 80%. Kurzfristige Lieferzeiten - in 2 bis 3 Tagen kann der italienische Kunde seine Ware empfangen - ist ein Aspekt der österreichischen Marktdominanz im südlichen Nachbarland.
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